Gebrauchter Sonntag in Nordhemmern: Wenn der Wurfarm noch im Winterschlaf steckt

Hille – Nordhemmern, 15.02.2026 – 17:00, Männer Kreisklasse Staffel 1

Manchmal gibt es Tage, da bleibt man besser direkt auf dem Sofa. Am späten Sonntagnachmittag trat die „beste Vierte“ die kurze Reise nach Nordhemmern an. Mit einem eigentlich ordentlich gefüllten Kader im Gepäck wollten wir den Gastgebern aus Südhemmern Paroli bieten – doch was wir in den 60 Minuten ablieferten, war leider alles andere als eine Sternstunde unserer glorreichen Kreisklassen-Karriere.

Erste Halbzeit: Kollektive Kältestarre

Um es kurz zu machen: Die erste Hälfte war zum Vergessen. Während Südhemmern nach der Hinspielniederlage sichtlich eine Rechnung offen hatte und hochkonzentriert startete, agierten wir, als hätten wir vorher kollektiv Baldrian statt Espresso getrunken. In der Abwehr wurde nur höflich Begleitschutz gegeben, statt beherzt zuzugreifen. Ein dickes ‚Tut uns leid‘ geht an dieser Stelle an Sascha Grannemann, den wir mit dieser Nicht-Leistung der Abwehr völlig schutzlos im Regen stehen ließen.

Im Angriff präsentierten wir uns ideenlos: Fehlpässe an den Kreis, die direkt im Gegenstoß landeten, und ein Rückraum, der alles traf – nur nicht das Tor. Ob Pfosten, Latte, den Torhüter oder die Hallenwand – die „beste Vierte“ wurde ihrem Namen in dieser Phase absolut nicht gerecht. Südhemmern nutzte das gnadenlos aus und legte einen 7:0-Lauf hin, den erst Marc Busche in der 12. Minute zum 9:2 unterbrechen konnte. Mit einem deprimierenden 18:7 ging es in die Kabine.

Zweite Halbzeit: Schadensbegrenzung (theoretisch)

Wer auf die große Wende in Durchgang zwei hoffte, wurde enttäuscht. Die zweite Halbzeit hatte zwar hier und da ein paar bessere Momente, aber unterm Strich wurden wir phasenweise förmlich vorgeführt. Positiv zu nennen: Bis zur 57. Minute konnten wir den 10 Tore Abstand halten. Trotzdem in Summe nicht vorzeigbar! Wir wussten uns oft nicht zu helfen und fanden kein Rezept gegen die agilen Gastgeber.

Immerhin: Marc Busche bewies mit seinen 8 Treffern Zielwasser, und auch Kris Fisher sowie Alexander Meyer (je 4 Tore) versuchten, das Ergebnis noch halbwegs erträglich zu gestalten. Am Ende stand jedoch eine deutliche 35:22-Klatsche auf der Anzeigetafel, die wir uns ganz allein zuzuschreiben haben.

Fazit: Das Spiel ganz schnell vergessen und in 2 Wochen Neustarten!

60 Zuschauer in Nordhemmern sahen ein Spiel, das wir schnellstmöglich aus den Köpfen streichen müssen. Positiv festzuhalten bleibt: Es war ein faires Derby und wir haben uns zumindest keine Disqualifikationen eingefangen. Jetzt heißt es „Wurfarm kalibrieren“, im Training die Passwege wieder finden und beim nächsten Mal zeigen, warum wir eigentlich die beste Vierte sind.

Unser nächstes Spiel ist Zuhause am 01.03.26 um 11:15 Uhr gegen den TVE Röcke

Für den TuS im Einsatz:

Marc Busche (8), Kris Fisher (4), Alexander Meyer (4), Cyrill Becker (3), Timo Grannemann (2), Jan Engmann (1), Sascha Grannemann, Maik Haake, Steffen Prieß, Lars Telgheder, Rico Zanardo.

Ein großes ENTSCHULDIGUNG für diese Leistung im Namen der Mannschaft an Andreas Laroche an der Seitenlinie, Thomas Oevermann auf der Tribüne und Melanie Zanardo am Zeitnehmertisch! Das können wir eigentlich besser.

Eure beste IV. 💙🤍