Die 4. Herren des TuS Eintracht Oberlübbe feiert gegen einen zunächst unterbesetzten TuS Hartum 2 einen ungefährdeten 40:23 Erfolg und schreibt dabei nebenbei noch einige kuriose Geschichten für die Vereinschronik.
Wenn die Vierte aufläuft, darf man eigentlich mit allem rechnen. Mit einem klaren Sieg sowieso, aber auch mit Rückenschmerzen, Comebacks aus dem Handballruhestand und einem Lars Telgheder, der das 40. Tor praktisch auf dem Schlappen hatte und trotzdem alles dafür tat, dass die magische Marke möglichst lange unerreicht blieb.
Doch der Reihe nach.
Hartum reiste zunächst mit überschaubarem Personal an. Da die 4. Herren bekanntlich nicht nur sportlich, sondern auch moralisch ganz weit oben angesiedelt ist, wurde aus Gründen des Fair Plays kurzerhand ebenfalls in Unterzahl beziehungsweise anschließend in Gleichzahl gespielt.
Auf dem Feld war dann allerdings schnell klar, wohin die Reise geht. Oberlübbe kam ordentlich ins Rollen und konnte sich Stück für Stück absetzen. Hartum musste früh im Spielverlauf erkennen, dass die Punkte heute wohl in Oberlübbe bleiben würden.
Für einen besonderen Höhepunkt sorgte Andreas Laroche. Eigentlich längst im wohlverdienten Handballruhestand, ließ es sich unsere lebende Zeitreise trotzdem nicht nehmen, noch einmal die Schuhe zu schnüren. Kaum stand er auf der Platte, kämpfte er sich wie ein Kaffernbüffel durch die gegnerische Abwehr. Mit einer Mischung aus Erfahrung, Körpermasse und vermutlich noch vorhandenen Erinnerungen an bessere Handballzeiten gelangen dem Silberrücken tatsächlich zwei Tore. Respekt, Andreas !
Währenddessen hatte Jakob Buhre offenbar beschlossen, die Sache persönlich zu nehmen. Als bester Torschütze der Partie ballerte Jakob die Kugel ein ums andere Mal in die Hartumer Maschen, wobei man fairerweise sagen muss, dass die Hartumer an diesem Tag so viele Lücken in der Abwehr hatten wie unser bester Schütze in seinem Haupthaar.
Etwas schwieriger gestaltete sich der Tag für Lars Telgheder. Der 40. Treffer lag bereits mehrfach auf seinem Schlappen. Doch Lars wollte offenbar unbedingt verhindern, dass die Mannschaft zu früh die Sektkorken knallen lässt. Ein Versuch nach dem anderen landete neben dem Tor. Auch ein Regelverstoß wurde geahndet, sodass der Schiedsrichter ein tolles Tor kurzerhand wieder einkassierte.
Warum der Abschluss einfach nicht gelingen wollte, darüber kursierten nach dem Spiel verschiedene Theorien.
Zunächst hieß es, Lars habe sich an einer schweren Oma den Rücken verhoben. Als Krankenpfleger natürlich eine völlig plausible Erklärung. Eine Geschichte, die man zunächst einmal so stehen lassen muss.
Beim Duschen offenbarte sich allerdings die wahre Ursache der Beschwerden. Ein frisch gestochenes Arschgeweih soll dem Bewegungsapparat deutlich mehr Probleme bereitet haben als jede Oma dieser Welt. Ob das Tattoo den 40. Treffer verhindert hat oder Lars einfach nur eine besonders kreative Ausrede für seine zahlreichen Fehlversuche benötigte, bleibt Gegenstand weiterer medizinischer Untersuchungen.
Am Ende war es aber völlig egal. Die Vierte machte die 40 voll, ließ hinten nur 23 Gegentore zu und feierte einen souveränen Sieg gegen Hartum.
Das 40. Tor machte schließlich Marvin Eikmeyer. Dafür gibt es neben Ruhm und Ehre auch eine besondere Mannschaftspflicht: einen Karton Schluck ausgeben. Lars hatte also zwar das Tor auf der Pfanne, Marvin dafür anschließend den Karton am Hals.
So gesehen haben am Ende beide verloren.
Beteiligt am dritten Sieg waren:
K.Fisher, J.Buhre (7) M.Eikmeyer (5), B. Oevermann, T.Grannemann, J.Engmann, A.Meyer (je 4) , F.Böker (3), T.Bone, M.Haake, M.Niedringhaus , A.Laroche (je 2) , S.Prieß (1) , L.Telgheder, S.Grannemann und Oevi (40)

